Ökologie der Arbeit ist ein Thema der Gegenwart. Und vor allem der Zukunft. Es geht angesichts von Stress und Leistungsdruck um einen nachhaltigen und gesundheitsverträglichen Umgang mit der menschlichen Arbeitskraft. Und es geht um einen nachhaltigen und deshalb ressourcenschonenden Umbau von Produktion und Dienstleistungen.

Ein einfaches „Weiter so“ verbietet sich. Nicht zuletzt der Diesel-Skandal hat deutlich gemacht, dass vorherrschende renditeorientierte Unternehmensstrategien überfällige ökologische Innovationen blockieren und Manipulationen befördern. Und er hat das Versagen der Politik offenbart, einen sozialökologischen Umbau der Industrie zu befördern.

Das im Dezember 2017 erscheinende Jahrbuch „Ökologie der Arbeit“ ist das zehnte seiner Art. Seit nunmehr einem Jahrzehnt bietet das jährlich erschienene Kompendium ein Forum der wissenschaftlich informierten und politisch ambitionierten Debatte über die Gegenwart und Zukunft der Arbeit.

In einem gemeinsamen Einleitungsbeitrag von Herausgebern und Redaktion werden die Zielsetzungen und die Inhalte des Jahrbuchs skizziert. In einem Beitrag des Herausgebers Hans-Jürgen Urban (Vorstand der IG Metall) wird Arbeitsökologie als offenes Feld gewerkschaftlicher Politik analysiert. Weitere Informationen und Bestellungen hier.

Beim Arbeiten an diesem Jahrbuch konnte ich auf weit zurückliegende Beiträge von mir aus dem Jahr 1990 zurückgreifen. Und erst im Mai 2017 hielt ich auf einer Tagung der Evangelischen Akademie in Tutzing einen Vortrag zum Thema «Strategien für gute Arbeit in der ‚Postwachstumsgesellschaft’». Die Tagung hatte das Thema «Gute Arbeit ohne Wachstum? Zukunftsfähiges Wirtschaften in einer Postwachstums-Gesellschaft».