Ende der 1980er Jahre schrieb ich zwei Artikel (mit jeweils einem Co-Autor), die für mich gegenwärtig eine neue Aktualität gewinnen, da wir an dem Jahrbuch Gute Arbeit 2018 mit dem Schwerpunkt „Ökologie der Arbeit“ arbeiten:

„Eingreifendes, veränderndes Handeln beginnt mit dem Widerstand gegen die konservative Modernisierungsstrategie des Großkapitals; es erfordert jedoch eigene Vorstellungen für eine sozialorientierte Modernisierung und stoffliche Umbauprogramme, mithin die Bündelung der Alternativen in einem Reformentwurf … Ein Entwurf für die gesellschaftliche Arbeit der Zukunft umschließt aber zwangsläufig ein bestimmtes Bild unserer materiellen Wechselwirkung mit der Natur in einer bestimmten gesellschaftlichen Form, so dass wir bei der Frage nach dem Sinn zukünftiger Arbeit ankommen und damit an der Schnittstelle: In welchen neuen Zustand muss unsere tödlich gefährdete Zivilisation überführt werden?“ Entnommen einem gemeinsamen Artikel mit Gero von Randow (heutiger Zeit-Redakteur) zum Thema: „Ein Jahr nach Rheinhausen. Strategiedebatte in Krisenregionen“ aus dem Jahr 1988.

„Eine ökologische Umsteuerung in der Verkehrspolitik hat den Widerstand der Autokonzerne zu überwinden. Sie setzt aber auch massenhafte Verhaltensänderungen der Autobesitzer, und das heißt der Lohnabhängigen, voraus. Alternativen des Verkehrssystems (Tempolimit, Abkehr von der Favorisierung der Privatmotorisierung usw.) und damit der Konsumtionsweise sind unabweisbar.“ Entnommen einem gemeinsamen Artikel mit André Leisewitz zum Thema „Ökologie und Betrieb: Handlungsmöglichkeiten und Widersprüche gewerkschaftlicher Politik“ aus dem Jahr 1990.